
|
|
"Qualitätsmanagement braucht man vielleicht bei Autos, bei Flugzeugen oder beim Space-Shuttle", so könnte man
denken. Servietten erscheinen dagegen als ein Produkt, das solche Einrichtungen wie einen Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) oder
eine eigene Abteilung Qualitätssicherung nicht erfordert.
Aber falsch! Der Prozess der Herstellung ist bei Servietten hochautomatisiert und vollzieht sich vor allem
in einer sehr hohen Geschwindigkeit. Gleichzeitig ist das Produkt aus Qualitätssicht komplex: Mehrere Farbwalzen
müssen passgenau ihre verschiedenen Farbschichten auf das Tissue, aus dem mal die Serviette wird, aufbringen. Kleine Abweichungen
führen sofort zu aussortierten Fehldrucken.
Doch wie sieht das Qualitätsmanagement im Produktionsbetrieb aus? Steht der Qualitätsmanagementbeauftragte neben dem Band und guckt
zu und stellt manchmal eine Schraube nach? Das wäre bei der Produktionsgeschwindigkeit nicht zu machen. Daher
ist auch das Qualitätsmanagement automatisiert: Eine Kamera zur Bildverarbeitung filmt jede einzelne Serviette
und sendet das Bild an einen Computer. Der vergleicht die Lage mit der gewünschten Ausrichtung der Serviette.
Stimmen beide nicht überein, werden automatisiert Stellglieder betätigt, die die Lage des Produkts verbessern,
noch bevor die nächste Farbwalze durchlaufen wird.
Qualitätsmanagement ist überall.
Die Ergebnisse des qualitätsgesteuerten Produktionsprozesses bietet u.a. der Großhandel:
|
|